Rastbüchler auf den Spuren ihrer Vorbilder – Trainingscamp Villach/Planica

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Fast schon Tradition ist das jährliche Sommer-Trainingscamp Anfang August der Rastbüchler Skispringer in und um Villach. Gut untergebracht im Jugendhotel Egger in Villach waren die 14 Kinder, darunter fünf Mädchen mitsamt Trainerstab und einigen mitgereisten Eltern. Professionell betreut wurden die Jüngsten von Nicole Roth und Werner Reischl (Sportwart und Trainer Skiverband Bayerwald). Tobias Kinateder (BSV Stützpunkttrainer) kümmerte sich um die bereits fortgeschrittenen Springer. Besonders die Jüngsten begeisterte (ab 9 Jahre) das „neue“ Terrain  der Schanzen in den Julischen Alpen.

Nach der Erwärmung mit Inline-Skates, mit denen auch die Anfahrtshocke geübt wurde, standen die ersten Sprünge auf den Schanzen in der Alpen-Arena-Kärnten auf dem Programm. In Villach werden von 15m, 30m und 60 m Schanzen für die Kleinen, bis zur 90m-Schanze für die Cracks sämtliche Schanzengrößen angeboten. Somit fanden alle Alters- und Leistungsklassen optimale Trainingsbedingungen vor.

Am Abend wurde der Swimmingpool am Hotel zur Abkühlung sehr gern benutzt. So landete mancher unfreiwillig mit Kleidung im Pool. Nach zwei Tagen in Villach wechselten die Springer  auf die Schanzen in Planica. Hier konnten sich die Sportler auf fünf Schanzen von 15 – 90  Metern beweisen. Im slowenischen Springermekka feilte die Grupppe vor allem an Flugsystem und Fluggefühl auf großen Schanzen. Vor den Sprüngen auf den großen Schanzen (40, 60 und 90iger) hatten die Nachwuchsadler zunächst ein mulmiges Gefühl, jedoch nach und nach verflog der Respekt und es konnten persönliche Rekorde und Bestweiten gefeiert werden.

In der Mittagspause fuhren die Mädchen und Jungen mit dem Lift auf den Anlaufturm der 250m-Flugschanze hoch. Dort starteten bereits ihre Vorbilder und Vereinskameraden Michael Uhrmann und Severin Freund mit großem Erfolg. Freund feierte auf dieser Anlage im März 2015 vor rund 50.000 Zuschauern mit dem Gesamtweltcup einen seiner größten Erfolge. Einige hatten beim Runterschauen von dieser riesigen Anlage (Anlauflänge 124 m) ein mulmiges Gefühl.

Mit der Gewissheit, vieles erfahren und erlernt zu haben, traten die Sportler nach 4 Tagen wieder die Heimreise an, doch die Trainer mussten ihnen versprechen nächstes Jahr wieder ein Trainingslager in der Region abzuhalten.