Horst Maurer: Engagiert in Sport und Musik

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Hauzenberg/Breitenberg. Sport und Musik waren seine Leidenschaften gewesen, neben seiner Arbeit als Lehrer. Von 1967 bis 1994 hatte Horst Maurer an der Realschule in Hauzenberg unterrichtet und in diesen Jahren unzählige Schüler für seine Fächer Deutsch, Geschichte und Sozialkunde begeistert.

 

Horst Maurer −Foto: Scherz
Horst Maurer −Foto: Scherz

Vor kurzem ist der Hauzenberger im 89. Lebensjahr verstorben. Er hinterlässt unter anderen zwei Töchter, einen Sohn und zwei Enkelkinder.

Vor allem in den Bereichen Sport und Chorgesang hat er seine Spuren hinterlassen. Er war in Hauzenberg beim TV und in der Chorgemeinschaft St. Vitus engagiert gewesen.

Sein Name wird aber immer verbunden bleiben mit dem Entstehen und dem Aufstieg des WSV-DJK Rastbüchl. Horst Maurer hat mit seinem Engagement dort mit den Grundstein gelegt für die vielen Erfolge der Sportler, die im Verein aktiv sind oder waren oder aus dem Verein hervorgegangen sind.

Er war auch Ehrenmitglied des Vereins gewesen. Zunächst hatte er 1963 den Verein mit Sepp Haugeneder gegründet. Haugeneder (2018 mit 86 Jahren verstorben) und Maurer brachten als Duo in den Jahrzehnten nach Gründung den Verein mit unermüdlicher ehrenamtlicher Arbeit als nordische Kaderschmiede voran.

Ursprünglich aus Lindberg bei Zwiesel stammend war Maurer Anfang der 60er Jahre als junger Lehrer nach Rastbüchl gekommen, hatte über der Schule mit ihren zwei Klassen gewohnt. Im Haus war neben Schule und Lehrerwohnung auch die Verwaltung der damaligen Gemeinde Gegenbach untergebracht gewesen. So kam schnell der Kontakt zustande mit dem begeisterten Wintersportler Josef Haugeneder, zunächst Gemeinderat, dann Bürgermeister der Gemeinde Gegenbach. Haugeneder führte den Verein über 36 Jahre als Vorsitzender. Über all diese Jahre war Horst Maurer an dessen Seite gewesen.
Vorher hatte die „Skizunft Breitenberg“ für den Wintersport in der Region gestanden. Nach Gründung des WSV in Rastbüchl animierte Lehrer Maurer Kinder und junge Leute neben dem alpinen Laufen zum Skilanglauf sowie nach dem baldigen Bau der Schanzen auch zum Skispringen.

Maurer hatte in den 60er Jahren auch ein Auto besessen, damals nicht selbstverständlich. So holte er die jungen Langläufer von den Treffpunkten in Jägerbild oder Gsenget ab, fuhr sie als Chauffeur unermüdlich an den Wochenenden zu den Wettkämpfen und fungierte dort als Betreuer. Auch als er schon längst in Hauzenberg wohnte und arbeitete, ist Maurer immer „Rastbüchler“ geblieben. Er bekleidete viele Ämter, war unter anderem Sportwart, dann Kassier. Unersetzlich war er als Kampfrichter und Helfer bei allen Gelegenheiten. Dazu hat er jahrelang penibel die Chronik des Vereins geführt, eine gewaltige Arbeit, von der der Verein heute noch profitiert.
Ein zweites großes Betätigungsfeld im Ehrenamt war die „Chorgemeinschaft St. Vitus“ in Hauzenberg gewesen. Schon als Junglehrer in Rastbüchl war er nach Hauzenberg gefahren zu den Chorproben des damaligen „Gesangvereins Harmonie“, der späteren „Chorgemeinschaft“, heute unter Leitung von Klaus Wegerbauer. Er fehlte über Jahrzehnte bei kaum einer Chorprobe. Horst Maurer brachte sich auf unterschiedlichste Art in die Gemeinschaft des Chores ein. Gesanglich war er ein „Multitalent“ gewesen. Er war als Bass gebucht, konnte aber im Tenor aushelfen, wenn es notwendig war. Zeitweise half er als „Mann am Klavier“ dem damaligen Leiter Hans Rutzhofer beim Einstudieren neuer Werke. Seit 1998 bis zuletzt führte er penibel die Chronik des Chores.

Er war ein sehr geselliger Mensch gewesen. Bei Faschingskränzchen oder Nikolausfeiern überraschte er den Chor mit Sketchen und eigenen lustigen Beiträgen. An seinem 85. Geburtstag setzte er sich ans Klavier und sang mit dem Chor Schlager aus seiner Jugendzeit. Bis 2018 hatte er bei allen Konzerten im Rahmen der Kulturwochen mitgesungen.

Chorleiter Klaus Wegerbauer und Solist Peter Tilch gestalteten den Trauergottesdienst mit Musik aus Werken, die der Verstorbene gut gekannt oder bei denen er selbst schon mitgesungen hatte.
Die Chorgemeinschaft St. Vitus hätte gerne das Requiem für den Sangesbruder mitgestaltet, was aber nicht möglich war. Das will der Chor zu einem späteren Zeitpunkt nachholen.− mr